Hautklima-Index · Methodik

So berechnen wir das Hautklima

Transparent und nachvollziehbar: welche Wetterdaten einfließen, wie wir sie bewerten und wo die Grenzen liegen.

Was der Index ist – und was nicht

Der Hautklima-Index ist ein Orientierungswert. Er beschreibt, wie stark das Wetter eines Tages die Haut belastet, und soll ein Impuls sein, die eigene Hautpflege anzupassen. Er ist keine Diagnose und sagt keine Krankheitsschübe voraus. Bei anhaltenden Hautproblemen ist eine ärztliche Abklärung der richtige Weg.

Die fünf Faktoren

FaktorWettergrößePunkte
UV-Strahlunghöchster UV-Index des Tagesunter 3: 0 · 3 bis unter 6: 1 · 6 bis unter 8: 2 · ab 8: 3
Trockene Luftmittlerer Taupunkt des Tagesab 10 °C: 0 · 5 bis unter 10 °C: 1 · 0 bis unter 5 °C: 2 · unter 0 °C: 3
Kältetiefste Temperatur des Tagesab 10 °C: 0 · 5 bis unter 10 °C: 1 · 0 bis unter 5 °C: 2 · unter 0 °C: 3
Schwülehöchste Temperatur und höchster Taupunktab 30 °C: 4 · ab 25 °C bei Taupunkt ab 16 °C: 2 · sonst 0
Windstärkste Böe des Tagesunter 20 km/h: 0 · 20 bis 40 km/h: 1 · über 40 km/h: 2

Warum diese Faktoren? Ein niedriger Taupunkt bedeutet wenig Wasser in der Luft – wird sie drinnen aufgeheizt, entsteht sehr trockene Raumluft, die der Haut Feuchtigkeit entzieht. Kälte schwächt die Hautbarriere. Hitze und Schwüle führen zu Schwitzen und Reizungen. Wind trocknet vor allem die Gesichtshaut aus. UV-Strahlung ist die wichtigste äußere Belastung der Haut überhaupt; die Schwellen folgen der UV-Index-Skala der Weltgesundheitsorganisation.

Von Punkten zur Stufe

PunkteStufe
0–1 Entspannt
2–3 Leicht belastet
4–5 Mäßig
6–7 Angespannt
ab 8 Stark belastet

Der Faktor mit den meisten Punkten ist der Hauptfaktor des Tages; nach ihm richtet sich der Pflegetipp. Bei Gleichstand gilt die Reihenfolge UV, trockene Luft, Kälte, Schwüle, Wind. Fehlt eine Wettergröße, fließt dieser Faktor nicht ein.

Grenzen

Haut reagiert individuell. Der Index kennt weder deinen Hauttyp noch deine Pflege, deine Gesundheit oder wie viel Zeit du draußen verbringst. Die Schwellen haben wir anhand eines Jahres historischer Wetterdaten mehrerer deutscher Städte so gewählt, dass sich die Stufen sinnvoll über das Jahr verteilen. Eine wissenschaftlich anerkannte Formel für die Hautbelastung durch Wetter gibt es nicht.

Quellen

  • Engebretsen KA, Johansen JD, Kezic S, Linneberg A, Thyssen JP: The effect of environmental humidity and temperature on skin barrier function and dermatitis. J Eur Acad Dermatol Venereol. 2016;30(2):223–249.
  • World Health Organization: Global Solar UV Index – A Practical Guide. Genf 2002.
  • Borda LJ, Wikramanayake TC: Seborrheic Dermatitis and Dandruff: A Comprehensive Review. J Clin Investig Dermatol. 2015;3(2).

Datenquellen

Wetterdaten: Open-Meteo (Lizenz CC BY 4.0), unter anderem auf Basis der Modelle des Deutschen Wetterdienstes. Postleitzahlen und Koordinaten: GeoNames (Lizenz CC BY 4.0). Die Daten werden stündlich aktualisiert.

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